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Bachmanns Katastrophe
• • • • • (bewertet mit 3 von 5 Punkten)
Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Büchern nähert sich Bachmann dem Klimaschwindel weniger von der naturwissenschaftlichen, als vielmehr von der politischen und historischen Seite. Er analysiert im Detail die Entstehung des IPCC, dessen internen und externen Machtverhältnisse, und geht vor allem der Frage nach, wer von der sog. Klimakatastrophe wie profitiert. Auch wenn Bachmann mit den naturwissenschaftlichen Fakten zuweilen etwas grosszügig und unbefangen umgeht, so ist sein Buch doch zu begrüssen, da es auf Aspekte abhebt, die anderenorts nur am Rande behandelt werden.
Allerdings ist das Buch äusserst schlampig geschrieben. Trotz jeder Menge Zitate gibt es keinen einzigen Quellennachweis, keine Fussnoten, und nicht einmal eine Bibliographie. Dies ist bei einem Sachbuch eine absolutes "no go". Zwar sagt Bachmann am Ende, dass er bewusst auf Quellennachweise verzichtet hat, doch macht das die Sache eher noch schlimmer.
Nervig sind auch die vielfältigen stilistischen Schwankungen, die zwischen üblicher Sachbuchdiktion und den Zornesausbrüchen eines alten Mannes oszillieren. Das ganze Buch wirkt etwas unfertig und man wünscht sich einen Lektor, der das Ganze nochmal überarbeitet.
Wer sich für die Thematik interessiert, ist mit Bachmann nicht schlecht bedient, aber andere Bücher aus diesem Bereich zeigen ein deutlich höheres inhaltliches und schriftstellerisches Niveau. Bachmanns Buch ist sicher empfehlenswert, aber eher am unteren Ende meiner Prioritätenliste
Eine Rezension von Akiyama >
vom 20. Februar 2010 |