Atlas der Vorgeschichte: Europa von den ersten Menschen bis Christi Geburt


 
Licht und Schatten
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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Atlas der Vorgeschichte: Europa von den ersten Menschen bis Christi Geburt (Gebundene Ausgabe) Hervorheben muß man die vorbildliche Visualisierung der Vorgeschichte mit reichlich Karten Bildern und Fotos.Allerdings ist man mit dem Platz sehr großzügig umgegangen.Es gibt zu viel unbedrucktes Papier. Im Schlussteil ist mir folgendes aufgefallen: Die Entwicklung Nord-deutschlands und der germanischen Stämme hätte die gleiche Aufmerksamkeit verdient wie die der Kelten.Nur zwei Stichworte: Ariovist,Nordwestblock.
Es gibt m.E. einen ganz wesentlichen Schwachpunkt des Buches.Ich sehe darin nur eine Geschichte der Archäologie der Vorgeschichte.
Natürlich ist die Archäologie die "Brot-und-Butter-Disziplin" der Geschichtsforschung aber nicht die einzige.Dazu gehören die Kulturgeschichte des Klimas,die Ethnologie mit Anthropologie und Demografie,die Linguistik alter Kulturen und nicht zuletzt die Leitwissenschaft des 21.Jahrhunderts,die Genetik - für die Geschichtswissenschaft die Populationsgenetik des Menschen.
Nur aus der Komplexität der Disziplinen wird Geschichte erst verständlich.Manche Fragen über die Triebkräfte des Geschehens werden dann
beantwortet. Viele Fragen sind offen. Aber man könnte doch mit Thesen und Antithesen arbeiten.Dieser Diskurs würde die Lebendigkeit des
Buches wesentlich erhöhen. So vermisse ich eine Reflexion der Indoeuropäerforschung. Das ist schon eine arge Lücke.
Das ganze Dilemma spiegelt sich im Schlußteil "Weiterführende Literatur". Die folgenden Wissenschaftler und Autoren existieren demnach gar nicht: W.Behringer,Cavalli-Sforza,M.Gimbutas,H.Haarmann,H.Krahe,H.Kuhn,B.Sykes, um nur einige zu nennen.
Leider ist das umfangreiche Werk nicht aus einem Guß. Meine Bemerkungen zur Archäologielastigkeit gelten nur den Kapiteln Jungsteinzeit,Bronzezeit und Eisenzeit nicht aber der Alt.-und Mittelsteinzeit wo durchgängig Klimakurven die Zeithorizonte bestimmen
und auch andere Querverbindungen nicht fehlen.
Als Atlas der Archäologie der Vorgeschichte hat das Buch für breite Leserkreise unbestritten seine Bedeutung.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 28. Dezember 2009
Kundenrezensionen:
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